Home Assistant aufrufen – Adresse, App und Zugriff von unterwegs

Home Assistant aufrufen
Foto: Matheus Bertelli / Pexels

Home Assistant ist installiert – aber wie öffnet man es eigentlich? Anders als eine App auf dem Handy läuft Home Assistant auf einem eigenen Gerät im Netzwerk und wird über den Browser oder die Companion-App aufgerufen. Hier findest du alle Wege, zu Hause und von unterwegs, und was zu tun ist, wenn die Seite nicht lädt.

Kurzantwort

Im Heimnetz gibst du im Browser http://homeassistant.local:8123 ein. Klappt das nicht, nimm die IP-Adresse des Geräts: http://<IP-Adresse>:8123, zum Beispiel http://192.168.178.50:8123. Wichtig ist das :8123 am Ende und http statt https.

1. Über homeassistant.local

Home Assistant OS meldet sich im Netzwerk unter dem Namen homeassistant.local. Das funktioniert auf den meisten Rechnern und Smartphones sofort, solange sie im selben Netz sind:

http://homeassistant.local:8123

Direkt nach der Installation dauert der erste Start bis zu 20 Minuten. In dieser Zeit erscheint unter derselben Adresse eine Seite „Preparing Home Assistant“ – einfach warten, sie lädt sich selbst neu.

2. Über die IP-Adresse

Manche Router, Windows-Rechner oder Android-Geräte lösen .local-Namen nicht auf. Dann brauchst du die IP-Adresse. So findest du sie:

  • Im Router: In der FRITZ!Box unter Heimnetz → Netzwerk nach „homeassistant“ suchen, bei anderen Routern in der Liste der verbundenen Geräte.
  • Am Gerät selbst: Hängt ein Bildschirm am Raspberry Pi oder Mini-PC, zeigt Home Assistant OS die Adresse beim Start in der Konsole an.
  • Per Netzwerk-Scanner: Apps wie Fing zeigen alle Geräte im WLAN samt IP-Adresse.

Damit sich die Adresse nicht ändert, reserviere sie im Router dauerhaft für Home Assistant. Wie das geht, steht in der Anleitung WLAN in Home Assistant einrichten.

3. Mit der Companion-App

Auf dem Smartphone ist die kostenlose Home Assistant Companion-App (iOS und Android) bequemer als der Browser. Sie sucht Home Assistant im Heimnetz automatisch. Wird nichts gefunden, gibst du die Adresse von oben manuell ein. Zusätzlich liefert die App Sensoren wie Akkustand und Standort an Home Assistant und empfängt Push-Benachrichtigungen.

4. Von unterwegs aufrufen

Die Adressen oben funktionieren nur im eigenen Netz. Für den Zugriff von unterwegs gibt es drei gängige Wege:

  • Home Assistant Cloud (Nabu Casa): Kostenpflichtiges Abo, in wenigen Klicks eingerichtet, ohne Portfreigabe. Finanziert nebenbei die Entwicklung von Home Assistant und bringt die bequemste Alexa-Anbindung mit.
  • VPN: Mit WireGuard oder dem VPN der FRITZ!Box verbindest du dein Handy ins Heimnetz und nutzt dann die normale lokale Adresse. Kostenlos und sicher, aber das VPN muss aktiv sein.
  • Cloudflare Tunnel: Über das Add-on „Cloudflared“ wird Home Assistant unter einer eigenen Domain erreichbar, ebenfalls ohne Portfreigabe. Dafür brauchst du eine Domain bei Cloudflare. Die komplette Einrichtung zeige ich in Home Assistant mit Cloudflare Tunnel.

Von einer einfachen Portfreigabe im Router auf Port 8123 ist abzuraten: Dann hängt dein Smart Home ohne Verschlüsselung offen im Internet.

Home Assistant lässt sich nicht aufrufen – was tun?

  • :8123 vergessen: Ohne Port landet der Browser auf Port 80, dort antwortet Home Assistant nicht.
  • https statt http: Ohne eigenes Zertifikat spricht Home Assistant nur http. Manche Browser ergänzen automatisch https – dann die Adresse komplett mit http:// eintippen.
  • Falsches Netz: Handy im Gast-WLAN oder im Mobilfunk? Dann ist das Heimnetz nicht erreichbar.
  • Erster Start läuft noch: Nach der Installation bis zu 20 Minuten warten.
  • IP-Adresse hat sich geändert: Im Router nachsehen und die Adresse dauerhaft reservieren.
  • Gerät startet nicht: Leuchten am Raspberry Pi prüfen, Netzteil und SD-Karte bzw. SSD tauschen. Bei Problemen nach einem Update hilft oft ein Neustart über die Konsole mit ha core restart.

Fazit

Zu Hause erreichst du Home Assistant unter http://homeassistant.local:8123 oder über die IP-Adresse mit Port 8123, auf dem Handy am besten mit der Companion-App. Für unterwegs sind Nabu Casa, ein VPN oder ein Cloudflare Tunnel die sicheren Wege. Falls du noch ganz am Anfang stehst: Hier geht es zur Installation von Home Assistant.

Jonas Intfeld

Geschrieben von Jonas Intfeld

Ich betreibe Home Assistant als VM auf Proxmox, daneben Paperless, n8n und Pi-hole – und schreibe hier auf, was sich bei mir bewährt hat. Mehr über mich

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